Land Vorarlberg

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Eigenverantwortung wahrnehmen, Empfehlungen befolgenPF20200915

15.09.2020
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LH Wallner: Corona-Ampel als Steuerungs- und Präventionsinstrument zum Schutz der Gesundheit Der Anstieg der Corona-Infektionszahlen wird in Vorarlberg sorgsam verfolgt und das Land hat sich darauf bereits vorbereitet, sagte Landeshauptmann Markus Wallner im Pressefoyer am Dienstag, 15. September. Gemeinsam mit Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher und Landesrat Johannes Rauch präsentierte er eine Reihe von Empfehlungen, die bei gelber bzw. oranger Corona-Ampel zusätzlich zu den Vorgaben des Bundes ausgesprochen werden. Ein entscheidender Beitrag zur Pandemiebekämpfung sei aber auch die verstärkte Wahrnehmung der Eigenverantwortung der Bevölkerung, so Wallner: „Die Ampel ist ein Steuerungs- und Präventionsinstrument zum Schutz der Gesundheit. Wir wollen damit ein Signal geben, wenn das Infektionsrisiko wieder steigt.“ In den Bezirken Bregenz und Bludenz hat die Landesregierung über die Empfehlung von Bundesseite hinaus die Ampelfarben innerhalb der Bezirke differenziert. „Das macht es möglich, die damit verbundenen Eingriffe in Wirtschaft und Gesellschaft möglichst einzugrenzen“, erklärte Wallner. Die neuerliche Verbreitung des Virus habe mittlerweile wieder weniger mit Reiserückkehrern zu tun, sondern die Cluster entstehen vermehrt im Land. Die Entwicklung sei bis jetzt weitestgehend unter Kontrolle, weil im Vergleich zum Frühjahr viel mehr getestet wird und weil das Contact-tracing gut funktioniert. „80 Prozent der positiven Fälle sind nachvollziehbar, sodass die Infektionsketten unterbrochen werden können“, so Wallner. Um die Testkapazität weiter zu erhöhen und die Kontaktverfolgung nochmals zu beschleunigen, wird das Infektionsteam als Herzstück der Pandemiebekämpfung auf das Dornbirner Messegelände verlegt und verstärkt. 92 Arbeitsplätze werden in der Halle 14 der Messe eingerichtet. Auch Landesrätin Rüscher appellierte an die verantwortungsvolle Mitwirkung der Bevölkerung. Die beim Land quer durch alle Ressorts erarbeiteten Maßnahmen sind keine verpflichtenden Vorschriften, sondern Empfehlungen, die auf den Vorgaben des Bundes aufgebauen, betonte sie. So werden bei Gelb etwa Kontaktdatenerhebungen bei Veranstaltungen und in Sozialeinrichtungen empfohlen, in der Elementarpädagogik soll die Betreuung vermehrt ins Freie verlegt werden. Bei Kulturveranstaltungen sollen Besucherströme verstärkt gelenkt werden, um Ansammlungen zu vermeiden und im Sport sollen Training und Wettkämpfe möglichst in konstanten, geschlossenen Gruppen bestritten werden. In den Spitälern soll ein generelles Besuchsverbot gelten und die Ambulanzen sollen nur noch für Notfälle bzw. bei Überweisungen oder Terminvereinbarungen geöffnet sein. Bei Orange werden zusätzliche Verschärfungen, was das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes betrifft, sowie beträchtliche Reduzierungen der Publikumskapazitäten bei Veranstaltungen vorgeschlagen. Weiterhin nicht Empfehlung, sondern verpflichtend ist das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes in den öffentlichen Verkehrsmitteln, stellte Landesrat Rauch klar. „Die Maske ist keine Folter, sondern dient der Gesundheitsvorsorge“, sagte er. Mit den getroffenen Maßnahmen sei Vorarlberg in der Lage, das Infektionsgeschehen nachzuvollziehen.

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